Waldorfkindergarten Goldenhof Waldorfkindergarten Klappermühle

„Das Kind in Ehrfurcht empfangen,
in Liebe erziehen und in Freiheit entlassen“

Aus einer Elterninitiative entstand im Jahre 1988 auf dem Goldenhof in Urberg der erste Waldorfkindergarten in unserer Region. Im Jahre 1999, im Rahmen der offiziellen Eröffnung des Görwihler Waldorfkindergartens beschloss ein kleiner Kreis, die ursprüngliche Idee unseres Vereins, mehrere Kindergärten im Umkreis einer Schule zu führen, in die Tat umzusetzen. Seither führt der Verein mit Erfolg zwei Kindergärten. Zu Pfingsten dieses Jahres konnte nun die in unseren Kindergärten ausgebildete Waldorfkindergärtnerin Alexandra Bühler erstaunlich schnell in Todtmoos einen Natur- und Waldorfkindergarten eröffnen. Somit haben wir jetzt schon drei Kindergärten. Gemäß den drei verschiedenen Standorten arbeiten die drei Kindergärten auch sehr verschieden. Was sie aber verbindet ist die Waldorfpädagogik in ihren elementaren Grundzügen. Die Grundlage der Arbeit in unseren Kindergärten ist die Menschenkunde Rudolf Steiners. Dabei verstehen wir uns als Strebende, Lernende, immer bemüht um tieferes Verständnis und Erkenntnis. Im Austausch und Gespräch mit den Eltern wollen wir uns orientieren an der Entwicklung des Menschen, insbesondere der Entwicklung des Kindes in den ersten sieben Jahren.

Die Kinder kennen ihren Weg. „Während der Mensch gewöhnlich glaubt, dass er dem Kind ungeheuer viel sein kann, handelt es sich ... darum, dass er möglichst wenig stört, was heraus will“, sagte R. Steiner in einem Vortrag 1915. Wir verstehen uns als Wegbeleiter der Kinder, wenn es darum geht, eine gesunde Grundlage für das Leben zu entwickeln, die Welt zu entdecken und sich in die Gesellschaft der Menschen einzubringen. Das Wissen um die Bedeutung der Nachahmung für die Entwicklung des Kindes ist dabei eine große Herausforderung für uns als Vorbild gebende Erziehende: Durch die Kraft der Nachahmung formt das Kind am Vorbild des Erwachsenen seinen eigenen Leib als Lebensgrundlage aus. Hier zeigt sich die bedeutende Aufgabe und Verantwortung des Erziehers. Jede Geste, die Haltung, der Tonfall und die Sprache, alles wirkt sich beim Kind durch die Nachahmung unmittelbar aus. Gerade deshalb sind wir als Erzieher bemüht, nicht direkt in die natürliche, individuelle Entfaltung des kindlichen Wesens einzugreifen und es dadurch aus dem Gleichgewicht seines noch traumhaften Bewusstseins herauszureißen, sondern diese individuelle Entfaltung helfend zu begleiten. Der Alltag unserer Kindergärten ist von rhythmischen Abläufen geprägt. Da gibt es den relativ gleich bleibenden Tagesablauf, den Wochenrhythmus, den Jahreslauf. In allem sind wir darauf bedacht, das Wiederkehrende, das Wiedererkennbare dem Kind als Stütze vorzuleben.

^