... unter diesem Gesichtspunkt haben sich unter meiner Leitung seit 2001 drei Typen von Klassenfahrten entwickelt: eine vierwöchige Oberstufenreise, eine dreiwöchige Achtklassfahrt und dazwischen eine Pariswoche. Die Unterkunft ist grundsätzlich mit eigener Ausrüstung auf Campingplätzen, als Verpflegungsmodell hat sich von Anfang an die selbständige Versorgung in Kochgruppen bewährt. Das bedeutet, dass etwa die Hälfte der Zeit für die Bewältigung des Alltags gebraucht wird und die andere Hälfte für Programm zur Verfügung steht.

Es hat sich immer wieder gezeigt, dass diese „Haushaltszeit“ keine verlorene Zeit ist, sondern ein wichtiges Lernziel darstellt. Die Kochgruppen lernten zum Beispiel recht schnell, dass die Gruppenkasse länger hält, wenn man Wasser statt Cola trinkt. Gelegenheit, Sozialkompetenz zu entwickeln, bietet sich bei dieser Organisationsform immer wieder: ein Achtklässler fertigt Pfannkuchen für die ganze Klasse, eine Gruppe mit Kochkünstlern lädt eine „Spaghetti mit Tomatensoßengruppe“ zu einem Viergängemenue ein oder das Leitungsteam wird mal zum Abendessen eingeladen.

An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass das Kollegium nie Probleme hatte mit drei oder vier Wochen Ausfall von Regelunterricht, denn bei dieser Art Klassenfahrt lernen die jungen Menschen vom Leben fürs Leben, ganz ohne Lehrervortrag.

Die Bilder der folgenden Klassenfahrten, die Sie hier sehen, wurden fast ausschliesslich von den Schülerinnen und Schülern selbst aufgenommen ... auch eine Art von „BILD-ung“.

 

 

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