Einleitung Handarbeit Werkunterricht
Malen und Zeichnen Eurythmie Klang- und Musik

Stricken, Häkeln, Nähen, Spinnen, Weben werden in der Waldorfschule endgültig vom Klischee der „Frauenarbeit“ befreit. Kein Schüler, männlich oder weiblich, verlässt die Schule, ohne diese Fähigkeiten zu beherrschen. Das beginnt mit dem Erlernen der Grundfähigkeit am kleinen Ball, Flötenbeutel oder Zwerglein und endet im Stricken eines oft wirklich kunstvollen Sockenpaares.

Kreuzstich sticken in der vierten Klasse, sowie Tiere und Puppen nähen in der sechsten Klasse sind die ersten vollständigen Näharbeiten der Schulzeit.

Im Schneidern entstehen oft die kunstvollsten Kleider, Hosen, Jacken, ganz zu schweigen von den oft antiken Kostümen, die selbstlos für die Klassenspiele von Schülerhand gefertigt werden.

Auch im Weben geht es nicht nur um das schnelle Erfassen des Grundprinzips an einem kleinen Webstück, sondern vielmehr um ein Verständnis des großen Webstuhls und seiner Funktionen, sowie das Anfertigen eines Teppichs oder Schales von der Berechnung des Materialbedarfes, bis zur Vollendung des Werkes.

Vieles gäbe es noch zu sagen. Es zeigt sich überall, dass die erlernten Fähigkeiten in diesen Fächern unendlich viel weitreichender sind, als nur die einzelnen Techniken. Viele unserer „Hauptfächer“ klingen hier wie selbstverständlich mit an.

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